Am 11.10.2026 machten sich fünf neugierige Bergfexe auf die Socken um ihre Kondition in der Sächsischen Schweiz zu testen.

Der Plan 33 km, 960 Höhenmeter und 7 Gipfel zu erwandern funktionierte leider nicht 😉.

Es waren letztendlich 10 namentlich zu nennende Gipfel, dementsprechend viele Abstiege und mehr Quellen bzw. „Nasszellen“ als gedacht. Den Regenradar immer im Blick, war uns schnell klar, dass anders, als zum Wochenanfang angezeigt,  spätestens am Vormittag einige Regenwolken unsere Wege kreuzen sollten. Und so hat es nicht immer funktioniert, dass wir zwischen den angezeigten „Nasszellen“ durchschlüpfen konnten. Tatsächlich haben wir die eine oder andere „Nasszelle“ in Form einer „Duschkabine“ direkt mitgenommen.

Aber alles der Reihe nach. In morgendlicher Frische war um 7 Uhr Start am Pfaffendorfer Wanderparkplatz. Vor dem weniger bekannten Aufstieg auf den Pfaffenstein, bei dem schon mal alle Viere eingesetzt werden durften, hatten wir nicht nur einen wunderbaren Blick auf die Festung Königstein, sondern auch auf das tiefhängende Wolkenfeld im Elbtal. Eine Runde auf oder mit dem Quirl gedreht, das Quirl-Biwak passiert und weiter ging’s vorbei am Spitzstein-Biwak und dem Neusee über den Lampertstein, Kohlberg, und Bärenberg zum Rotstein.

Auf meist idyllischen Waldpfaden, entlang an Sandsteinformationen erreichten wir den Schneebergausblick, von dem aus es in luftiger Höhe weiter ging zum Katzfels auf dem Katzstein und zum, für mich, schönsten Aussichtspunkt in der Sächsischen Schweiz, dem Signal. Dies war einer der Waldbrandwachpunkte des ehemaligen staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Königstein mit einem Rundumblick der seines Gleichen sucht.

Bei regelmäßigen Trink- und Snackpausen genossen wir die Stille und Abgeschiedenheit. Bis auf ein paar einzelne Forststeig-Trekker war das auch das Credo der letztendlich 37 erreichten Kilometer.

Wer sich das Elbsandsteingebirge, oder besser die 600m hohe geschlossene Sand- und Sedimentplatte vor ca. 30 Mio. Jahren vorstellen wollte, der lauschte dem kurzen Impuls zur Entstehung dieser, durch Druck der angrenzenden Lausitzer Verwerfung und Hebung des Erzgebirges, entstandenen Tafelberge.

Wie üblich bei den Bergfexen, gab es auch ein paar Off-Grid-Passagen, die überraschend doch immer wieder in alten Pfaden oder Hohlwegen endeten. Während der Gipfel-Vesper in der Mittagszeit auf dem Lampertstein mussten die Regenjacken raus um dann kurz darauf beim Blick zum Pfaffenstein die Barbarine in einem leuchtenden Regenbogen bewundern zu können. Nach dem Spitzstein ging es nicht nur lange durch eine regennasse Wiese (kein Schuh blieb trocken), sondern auch durch Cunnersdorf ein letztes Mal bergauf zum Gohrisch.

Spannend wurde es dabei nochmal in der Falkenschlucht, die im Kern schon in völliger Finsternis versank. Über einige Stiegen erreichten wir unseren letzten Gipfel.

Der Tag neigte sich damit dem Ende entgegen, die Regenwolken waren verschwunden und so erlebten wir einen sehr emotionalen Sonnenuntergang von der markanten Wetterfahne an der Westaussicht des Gohrisch.

Großen Schrittes ging es dann auf einem schmalen Waldpfad direkt hinab zum Parkplatz und kurz vor Einbruch der Dunkelheit um 18:45 Uhr waren wir, glücklich und sehr begeistert und betankt mit neuer Energie zurück.

Neben den 37 km blickten wir auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,6 km/h zurück. Und inclusive der 10 Gipfel waren wir 8 Stunden in aktiver Bewegung… da bleibt mir persönlich nur ein Dank und Gruß an alle Bergfexe des Tages.

Berg heil!

Lieben Dank Anke, für den Erlebnisbericht zu eurer Tour! 🙂