Reisezeitraum: 26.07.2026 bis 02.08.2026 (8 Tage)

Wir haben uns ein Jahr lang mit verschiedensten Trainingstagen (Theorie & Praxis) auf unsere einwöchige Abschlusstour gemeinsam vorbereitet. Dazu haben wir einen Capra Ibex Alpin-Kader erschaffen. Die Teilnehmer mussten sich dafür bewerben und qualifizieren.

Mit dabei waren Karin, Anna, Hilda, Theresa, Luis, Jonathan, Christian, Andie und Philipp.

Unser Basecamp waren zwei Ferienwohnungen in der Nähe des Falzaregopasses. Dort verpflegten wir uns selbst, planten Touren, spielten und genossen die Gemeinschaft.
Am ersten Klettertag ging es zunächst zum “Klettergarten am Kleinen Lagazuoi” (zum-an-den-Fels-gewöhnen). Alle sind vorgestiegen, haben Klemmkeile und Schlingen gelegt, haben Standplatzbau und das Zusammenspiel in der Seilschaft geübt. Am Ende des Tages gab es (wie jeden Tag) eine kleine Auswertung (Feedbackrunde). Unser zweiter Klettertag führte uns zum Klettergebiet “Cinque Torri”. Steilaufstieg per Fußbus! Die Bahnkosten haben wir uns gespart. So waren wir auch mit die Ersten im Klettergebiet. Dort bestiegen wir in Mehrseillängen den Torre Quarta Bassa und den Torre Quarta Alta. Ein (für uns) gigantisches Klettergebiet. Am dritten Klettertag wollten wir unbedingt nochmal zu den “Cinque Torri”. Für uns stand die gewaltige Nordwand am Torre Lusy auf dem Plan (6 Seillängen, meist III-IV). Oben angekommen haben wir uns ca. 50 m freihängend abgeseilt. Danach wurden noch weitere Gipfel, wie Torre Latina, Torre di Mezzo und Torre Inglese von uns Steinböcken erobert. Unser vierter Klettertag führte uns an den “Kleinen Falzaregoturm, Normalweg, 4-, 4-5 Seillängen. In dieser Mehrseillängentour wurde alles selbst abgesichert, teilweise auch die Standplätze. Es war eine schöne, abwechslungsreiche Kletterei. Oben angekommen folgte der teils abenteuerliche Abstieg mit 4x Abseilen. Wieder unten gab es als Belohnung ein Eis. Am nächsten Tag ging es zum Hexenstein (Sass de Stria) und zwar durch, herum und hinauf auf den Berg. Dieser war während des 1. Weltkrieges Schauplatz erbitterter Kämpfe. Es ging durch 500 m Stollen mit Schießscharten mitten durch den Berg zum Pass. Danach ging es um den Berg und wir stiegen über den “Ferrata Fusetti” und durch anschließende Schützengräben zum Gipfel auf. Dort genossen wir die Aussicht. Nach dem Abstieg gab es ein Eis am Falzaregopass und wir bekamen im Souvenirshop einen Kulturschock! Da das Wetter für unseren letzten Tag wechselhaft angesagt war, ging es für uns wieder in den Berg hinein. Der Felstunnel auf den Lagazuoi sollte es sein. Wir folgten gigantischen Geheimtunneln mit nicht endenden Treppen vorbei an Schießscharten und alten Unterkünften hoch auf den Gipfel des Lagazuoi, 2.778 m. Abstieg über den Kaiserjägersteig. Nach einer letzten Feedbackrunde gab es zum Abschluss leckere italienische Pizza. Schließlich haben wir uns alle Bahnfahrten gespart. Am Sonntag folgte die Heim- oder Weiterreise.

Im nächsten Bergfreund könnt ihr einen detaillierteren Bericht über unsere Alpinklettertour lesen.

Text: Philipp Liebscher
Fotos: Teilnehmer der Tour