Ich hatte mir nichts Geringeres vorgenommen, als die grandiose Hüttentour-Serie von Philipp fortzuführen und seine Fußstapfen weiterzutreten. Immer voran mit Capra Ibex!
Vom 18.07. bis 26.07.26 hieß es für 9 Sedlitzer Bergfreunde, davon 3 Steinbock-Vollblüter, sich auf den Weg durch große Berge und einige Abgeschiedenheit zu begeben. Durch grobes Geröll, teils anscheinend schlecht markierte Wege, saftige und duftende Blumenwiesen, Nieselregen und Nebelschwaden, Meeren aus Edelweiß und Kohlröschen, eine ganz große Schafherde anführend, in Seen planschend und Bäche durchquerend und anstauend schlängelten wir uns durch das Virgental. Am Ende sollte unser erster großen Gipfel, den wir durchweg nur umrundeten und nie bestiegen, der Lasörling, unser Nordstern und Angelpunkt der Route werden. Natürlich neben den atemberaubenden Blicken auf den Großvenediger und seine Kollegen, die Rötspitze als wunderschöne weiße Pyramide, der Großglockner in der Ferne sowie auch die Drei Zinnen, die wir von unserem zweiten 3000er der Tour aus erspähen konnten.
Kein einziger Tag hatte weniger als 1000 Hm Anstieg oder Abstieg, es gab alles von wahnwitzigen Nachmittags-(Schnaps?)-Ideen bis zum Wellness-Erholungsprogramm, Anfangsschwächen und Endverblüffung, geschmorte Schlafsäcke, eine Taxifahrt… und immer die Frage: hätte man die eine zusätzliche Jacke denn wirklich gebraucht? Wir werden es wohl nie erfahren…
…aber ganz besonders wichtig bei dieser Tour war jeder einzelne, jeder auf seine Art. Und: für einen kurzen Moment waren wir alle Freidanks. …wenn Opa das wüsste…
Mehr dazu findet ihr im nächsten Bergfreund!
Spoileralarm: es sind alle wieder heil und happy heim gekommen.
Text: Andreas “Andie” Freidank
Fotos: Tourteilnehmer