Bouldern… das ist ja so klettern für Leute mit Höhenangst.

Als Philipp meinte, dass er auch dieses Jahr wieder zum Potsdamer Bouldercup möchte und ob wir nicht mitkommen wollen, überlegten wir nicht lang und sagten zu. Das mit dem Mitkommen war uns aber zu einfach – nein wir wollten teilnehmen.

Jetzt aber nochmal zum Anfang:

Seit zwei Jahren fährt unser Trainer Philipp mit Interessierten und Wettkampfwilligen zum Potsdamer Bouldercup, wobei auch immer eine Treppenplatzierung erreicht wurde. Dieses Mal waren bei den Jüngsten Konstantin und Tillmann, bei den Jugendlichen Carl, Theresa und Hilda und bei den 39+ Mario und ich, Sven, dabei. Eine ordentliche Anzahl weiterer Begleiter und Anfeuerer machte unsere Gruppe perfekt.

Als wir im wunderschönen Volkspark ankamen und uns nach der Anmeldung die Routen ansahen, war die Zuversicht, dort etwas zu erreichen, noch groß. Nur gucken – nicht anfassen, wurde uns gesagt. Das sah alles gar nicht so schwer aus und irgendwie machbar.

Zuerst waren die Kinder dran, Ihre Zettel mit den Kategorien K, L, M und S mit jeweils 5 Routen abzuarbeiten. Und was soll ich sagen… die machten ihre Sache ziemlich gut.

Ich hatte in der Zwischenzeit den Kuchenbasar für mich entdeckt und probierte mich durch das reichhaltige Angebot. So machte das Zuschauen und Anfeuern noch mehr Spass.

Eine Stunde später war es dann soweit und die Jugendlichen und wir Erwachsenen konnten starten.

Bei uns ging es mit der Kategorie L los und wir konnten nun endlich mal die Griffe anfassen.

Bei L war noch alles super und ich konnte alle fünf Routen flashen. Läuft – dachte ich. Dann fing ich mit M an. Verdammt! Start vermasselt, wiederholen, kein Flash aber nach drei Versuchen getopt. Nächste Route, genau das Gleiche, hauptsache Top. Und dann ging es los, nur noch Sitzstarts mit Fingerhakelei, überhaubt nicht meins, aber ich bewundere die, die das können.

Ich habe trotzdem alle Routen mehrfach probiert und mein Steiß tut mir heut noch weh vom Drauffallen. Aber unsere Teilnahme war ein Riesenspaß, alle Teammitglieder gaben ihr Bestes und mit einer Drittplazierung von Hilda waren wir sogar erfolgreich.

Nach der Siegerehrung gab es noch einmal Kuchen und dann packten wir unsere Sachen und gingen zum andereen Ende des Volksparks, zum Rutschenturm. Wie der Name schon sagt, ein Turm mit Rutschen, aber auch mit ein paar Kletterrouten. Also konnten wir jetzt noch mal richtig klettern, ohne Sitzstart und fiese Fingerhakelei. Auf dem Nachhauseweg hielten wir noch in der kulinarischen Festung „Zur goldenen Möwe“, was besonders die Kinder freute. Sie fielen auf der anschließenden Autofahrt, sofort in einen tiefen Schlaf.

Nächstes Jahr wieder ? Vielleicht als Betreuer. Oder…

Text: Ricarda Penk, Sven Ruge

–> Danke euch beiden, für das tolle Betreuen und Anfeuern vor Ort, und für den schönen Text! 🙂