Am 7. Juni hieß es für uns Sedlitzer Bergfreunde wieder: Rucksack packen und gemeinsam auf Tour gehen. Bereits um 9 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Senftenberg. Mit dem Brandenburg-ticket ging es entspannt mit dem Zug in den Spreewald nach Lübben. Unsere bunt gemischte Gruppe reichte von vier Jahren bis „alt genug“.

Organisiert wurde der Ausflug von Anna, die nicht nur für einen reibungslosen Ablauf sorgte, sondern scheinbar auch das passende Wetter bestellt hatte: trocken, angenehm warm, nicht zu heiß zum Klettern und später sogar perfekt zum Baden – ganz ohne Sonnenbrandgefahr.

Schon die gemeinsame Zugfahrt war ein Erlebnis. Zwischen Gesprächen, Vorfreude und einem zweiten Frühstück verging die Fahrt wie im Flug. Nach der Ankunft führte uns eine kleine Wanderung durch Lübben zum Kletterwald.

Dort angekommen wurden zunächst die Gurte ausgegeben. Nach einer kurzen, verständlichen Einweisung stand fest: Das Sicherungssystem funktioniert eigentlich wie beim „Heißen Draht“ aus Kindertagen – nur ohne Stromschlag und absolut kindersicher. Nach einigen Übungsmetern fühlten wir uns alle sicher genug für die ersten Herausforderungen.

Der Kletterwald Lübben bot zahlreiche Parcours mit tierischen Namen und steigenden Schwierigkeitsgraden. Für die jüngsten Kletterer warteten die Einsteigerrouten wie Ameise, Biber und Igel. Danach wurde es anspruchsvoller: Wiesel, Wolf und Fuchs verlangten bereits Geschick und Konzentration. Die besonders Mutigen wagten sich schließlich an Eichhörnchen, Luchs und sogar den Schwarzen Milan, dessen Höhe und Herausforderungen Respekt einflößten. Auf insgesamt zehn Parcours ging es durch die märkischen Kiefernwälder, deren Standfestigkeit im sandigen Boden doch überraschte.

Dabei konnten wir wie Flughunde an langen Seilrutschen durch die Baumwipfel sausen, uns spinnengleich über Netze hangeln oder uns mehr oder weniger elegant durch enge Netztunnel quälen. Immer wieder hörte man Jubel, Gelächter oder gelegentlich auch ein vorsichtiges „Wie komme ich denn jetzt hier weiter?“.

Auch der kleine Mo hat ausnahmsweise die Genehmigung bekommen schon mit 4 Jahren mitklettern zu dürfen und auch die Adrenalinfreunde kamen auf ihre Kosten.

Das unbestrittene Highlight war für viele von uns der zehn Meter hohe Quick-Jump. Ein Schritt ins Leere kostete Überwindung, sorgte danach aber für ein breites Grinsen. Nach so viel Bewegung schmeckte das gemeinsame Picknick im Kletterwald besonders gut.

Trotzdem machten wir uns anschließend auf den Weg Richtung Schlossinsel. Dort musste der ursprüngliche Plan allerdings kurzfristig angepasst werden, denn ein Konzert der Musikschule „(un)Fröhlich“ hatte den Wasserspielplatz fest in Beschlag genommen. Kurzerhand wurde umdisponiert – und das erwies sich als Glücksgriff.

Stattdessen zogen wir zur Spreelagune. Schnell fanden sich einige Spontanbader und Wasserpistolencowboys, die Wasser und Wetter ausgiebig nutzten. Während die einen planschten genossen andere die Sonne oder beobachteten das bunte Treiben vom Ufer aus.

Am späten Nachmittag führte uns der Rückweg mit einer kurzen Spielplatzpause zurück zum Bahnhof. Müde Beine, zufriedene Gesichter und viele neue Erinnerungen begleiteten die Heimfahrt nach Senftenberg.

So endete für uns ein rundum gelungener Familienausflug der Sedlitzer Bergfreunde – mit Abenteuer in den Baumwipfeln, Wasserspaß im Spreewald und jeder Menge guter Laune.

Ein besonderer Dank geht an Anna, die den schönen Wandertag erfolgreich organisiert hat.

Danke an Tom für den Text! 🙂