Meine erste Pfingstfahrt mit den Sedlitzer Bergfreunden 2026 nach Pobershau im Erzgebirge stand unter einem guten Stern. So ziemlich zum 65. Jahrestag des Vereins, bei bestem Pfingstwetter durfte ich zwei gut besuchte Wanderungen leiten. Am 23. und 24.05.2026 beteiligten sich insgesamt 21 Vereinsmitglieder an den beiden Wanderungen. Die Strecken waren übersichtlich, aber bei den hohen Temperaturen herausfordernd. Und nicht immer verlief der Weg durch kühle Schluchten und schattige Waldpfade. Wir starteten gemütlich und in aller Ruhe nach dem Frühstück (ich kann auch langsam 😉), wobei einige schon sehr früh auf den Füssen waren. Denn für 6:30 Uhr hatte ich als „Waldflüsterin“ oder „Waldbademeisterin“, an beiden Tagen zum Schnupper-Waldbaden, direkt hinterm Hotel eingeladen, ohne Schuhe und mit viel Achtsamkeit. Auch einige Kletterfreunde gehörten zu den Frühaufstehern und luden ihren persönlichen Energie-Akku in der morgendlichen Zeremonie auf.
Bei den Wanderungen ging es lt. ausdrücklichem Wunsch der Organisatoren der Pfingstfahrt um gemäßigte Strecken von max. 15 km. In Summe waren wir an beiden Tagen 27 km unterwegs. Und, wie auch anders sollte es im Erzgebirge sein, absolvierten einige Höhenmeter, 680 m im Aufstieg und etwa genauso viel im Abstieg. Bei „Die große Waldrunde“ und „Am Schwarzwasser zum Kühnhaidner Moor“ gab es landschaftlich reizvolle Flecken zu bestaunen. Nach einem grassen Aufstieg zu Beginn der ersten Tour die Stiftskanzel mit Blick zum Hotel, einen alten Luftbeobachtungsposten auf der Morgensternhöhe, die Teufelsmauer im Schwarzwassertal, das Kühnhaidner Moor mit der typischen Bärwurz-Pflanze, die nach Fenchel und Möhre riecht. Die Schwarze Pockau selbst, mit ihrem geschwungenen Verlauf im Schwarzwassertal, den kleinen Wasserfällen zwischendurch und einigen stabilen Holzbrücken, die das überqueren einfach machten. Nicht ganz so einfach waren manche Wege zu bewältigen, weil der Forst sie durch den Einsatz der Harvester höchstpersönlich verwüstet hatte. Aber das verwächst sich vermutlich. Genauso wie einige geplante Wege hangabwärts verwachsen oder gar nicht da waren, aber von allen mit Bravour und ohne Murren bewältigt wurden.
Viele interessante Felsformationen gab es zu sehen, wie den Nonnenfelsen, an dem sich unsere Kletterfreunde tummelten, der aussichtsreiche Katzenstein, hoch oben über dem Tal um nur einige zu nennen und auch der Grüne Graben, ein langer, gut restaurierter Wassergraben am Hang oberhalb des Tales, begleitete uns einige Zeit.
Für unsere Trink-Pausen oder Brotzeiten fanden wir immer tolle Plätze an der Schwarzen Pockau oder in nagelneuen Schutzhütten und zum Ende waren wir rechtzeitig genug im Hotel zurück um auf der Terrasse die Eindrücke Revue passieren zu lassen und Erlebnisse mit den Kletterern auszutauschen. Mit den Worten von Paul Coelho, entlasse ich den geschätzten Leser jetzt zur kleinen Fotogalerie „Sammle Momente, keine Dinge“.
–> Danke für die schönen Text und dein Engagement, liebe Anke!


































