Das Kopffreipusten am 01.01.2026 hat im wahrsten Sinne des Wortes super funktioniert. Das Wetter war wie gemacht für die thematische Wanderung zu den Rauhnächten, ziemlich kalt, trüb und richtig schön stürmisch, zumindest auf der Anhöhe zu Reppist. Der wunderbare Schnee vom Vortag war auf den Wegen nur noch, überfrorenes Wasser. Also doch eine ziemliche Herausforderung für die 15 Wanderer, die sich um 13 Uhr trafen, um das Neue Jahr zu begrüßen. Dafür belohnten uns später die Kiefernschonungen mit ihrem natürlichen Schutz.
Auf den 9,5 km durch den Tagebau zwischen Senftenberg und dem Großräschener See gab es einige Geschichten, Bräuche und Traditionen der Rauhnächte für die Ohren, die gut mit Mützen und Kapuzen geschützt waren. Wie verhilft mir die Natur zu einem Schutzamulett, welche Wünsche manifestiere ich mit einem Windritual, wo unterstützen mich die Flammen bei meinen Plänen für das neue Jahr und was hat Wotan oder Frau Holle damit zu tun 😊? Das waren ganz praktische Rituale, welche die Teilnehmer selbst erleben konnten. Wir räucherten mit Weihrauch, dazu gabs was Warmes, Gesundes in die Trinkbecher. Und um die Realität nicht aus den Augen zu verlieren, wie angekündigt – als Bonus noch eine Wolfsfährte oben drauf.
Magische Zeit oder harter Überlebenskampf unser Vorfahren – das bleibt dem Betrachter überlassen. Aber sicher ist, dass beides den Alltag der Kelten und unserer Vorfahren, der alten Germanen, nicht nur in der „Zeit zwischen den Jahren“ bestimmte. Sie passten ihr Leben an den Rhythmus der Naturgegebenheiten aber auch an das mystische Wirken unsichtbare Kräfte an, die für sie so lebenswichtig waren wie für uns heute WLAN, Smartphones, Mikrowellen und Co..
Die Natur hat uns heute auf jeden Fall gezeigt, wer den längeren Arm hat. Nehmen wird das an, achten, schützen und bewahren wir sie.
Danke an alle interessierten Teilnehmer und bis bald.
Anke










